{"id":50,"date":"2014-10-08T09:10:27","date_gmt":"2014-10-08T09:10:27","guid":{"rendered":"http:\/\/rroma.sommer.support\/?page_id=50"},"modified":"2024-12-17T10:09:58","modified_gmt":"2024-12-17T09:09:58","slug":"where-from","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rroma.org\/de\/the-roma\/where-from\/","title":{"rendered":"Woher?"},"content":{"rendered":"<p>Bis zum 18. Jahrhundert dachten viele in Westeuropa, dass die Roma aus \u00c4gypten, Nubien oder einem anderen \u201esarazenischen\u201c Land kamen oder sogar, dass sie einer der verlorenen j\u00fcdischen St\u00e4mme waren. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Entdeckung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Roma-Gesellschaft war und ist gegen\u00fcber \u201eFremden\u201c generell verschlossen. Aussenstehende wurden somit daran gehindert, etwas \u00fcber die Traditionen und die Sprache der Roma zu erfahren. Worte aus dieser Sprache werfen dennoch ein Licht auf die Herkunft der Roma. 1753 studierte der junge Ungar Istvan Valyi in Leiden in den Niederlanden, wo er Kommilitonen aus Indien traf, die ihm etwa 1000 W\u00f6rter ihrer Sprache beibrachten. Zu Hause stellte er fest, dass Roma Teile des Vokabulars verstanden, das er in Leiden gelernt hatte. Er legte diese Tatsache 1776 in einem Artikel offen, der den Beginn der Roma-Studien markierte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Europ\u00e4er<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese indische Herkunft sollte nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass Roma Europ\u00e4er sind, etwa ebenso wie Ungarn, die immerhin um die Jahrtausendwende genau dieselben Regionen besiedelt haben. Wer kam schliesslich in Europa nicht von weiter \u00f6stlich? Slawen kamen im dritten und vierten Jahrhundert, Magyaren im neunten, Bulgaren im sechsten \u2026<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nomaden<\/h3>\n\n\n\n<p>Schliesslich sollte man einen Mythos entkr\u00e4ften, der seit dem Erscheinen der Roma in Westeuropa im 15. Jahrhundert pr\u00e4sent ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Roma sind keine Nomaden. Das soll nicht heissen, dass es keine gibt, da es auch einige Halbnomaden gibt, aber die \u00fcberwiegende Mehrheit liess sich sofort nach ihrer Ankunft in Europa nieder. Nur wenige, getrieben von Verfolgungen und Schm\u00e4hungen sowie einigen Handelserw\u00e4gungen, reisten. Dieser Mythos, oder eher eine Teilwahrheit, resultierte aus der Pr\u00e4senz einer \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit dieser \u201ewandernden\u201c Roma in Westeuropa. Auf dem Balkan, in den Karpaten, in Rum\u00e4nien sind sie die Minderheit, die grosse Mehrheit hat sich l\u00e4ngst niedergelassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Namen<\/h3>\n\n\n\n<p>Gad\u017ee oder Nicht-Roma haben den Roma verschiedene Namen gegeben, was zu Verwirrung f\u00fchrte. Um diese Verwirrung noch zu verst\u00e4rken, geben sich die Roma verschiedene Namen wie Kaldera\u0161a, Lovara, Xaladitka, Cale, Sinti und so weiter. Diese Namen sind Namen von Roma-Gruppen, denn wenn man Romanes spricht, muss man angeben, dass man Roma ist?<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Until the XVIIIth century in Western Europe, many thought that Roma came from Egypt, Nubia or some other &#8220;Saracen&#8221; land [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":26150,"parent":48,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"class_list":["post-50","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"fifu_image_url":"https:\/\/c8.alamy.com\/comp\/2J62TD6\/close-up-orographic-map-of-northwest-india-with-references-in-spanish-concept-cartography-travel-tourism-geography-differential-focus-2J62TD6.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/50","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/50\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17811,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/50\/revisions\/17811"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/48"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26150"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}