{"id":54,"date":"2014-10-08T09:11:01","date_gmt":"2014-10-08T09:11:01","guid":{"rendered":"http:\/\/rroma.sommer.support\/?page_id=54"},"modified":"2024-12-17T10:07:33","modified_gmt":"2024-12-17T09:07:33","slug":"travellers","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rroma.org\/de\/the-roma\/travellers\/","title":{"rendered":"Fahrende"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt eine gro\u00dfe Verwirrung zwischen Roma und Fahrenden, auf Franz\u00f6sisch \u201eGens du Voyage\u201c. Bei strenger Interpretation liegen die Urspr\u00fcnge der Roma in Indien und sie haben eine einheitliche Sprache bewahrt (wenn auch mit dialektischen Variationen). Daneben gibt es noch andere Gruppen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nicht Roma Fahrende<\/h3>\n\n\n\n<p>Allein weil sie fahrend waren und in Wohnwagen lebten, wurden mehrere Gruppen der lokalen Bev\u00f6lkerung den Roma gleichgestellt. Sie sind die Jenische der Schweiz, Frankreichs, Deutschlands und \u00d6sterreichs oder die Tinkers of Ireland. Diese Gruppen haben keine Spuren von indischen Wurzeln, sondern stammen eher vom europ\u00e4ischen V\u00f6lkern ab. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.historytoday.com\/sites\/default\/files\/reviews\/romani.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sprache<\/h3>\n\n\n\n<p>Es gibt Roma-Gruppen wie die Cale in Spanien, die ihre Sprache verloren haben, aber es gibt viele Dokumente, die bezeugen, dass sie sie noch im 19. Jahrhundert sprachen. Die Beja\u0161a von Ungarn und Rum\u00e4nien liefert ein weiteres Beispiel. Es ist eine Roma-Gruppe, die \u00fcberhaupt kein Romanes spricht, sondern einen alten rum\u00e4nischen Dialekt. Sie behielten dennoch die w\u00f6rtliche \u00dcbersetzung des Romanes in ihrer eigenen Sprache bei, zum Beispiel die Verwendung von \u201ecigan\u201c als Ehemann und \u201eciganka\u201c als Ehefrau.<\/p>\n\n\n\n<p>Jenische hingegen sprechen eine weitgehend deutschbasierte Sprache, die regional unterschiedlich ist und einige wenige Romanes- und meist Jiddisch-W\u00f6rter erlernt hat. Dialektische Variationen, d. h. die vom lokalen deutschen Dialekt beeinflussten Dialekte \u2013 Els\u00e4ssisch in Frankreich, s\u00fcddeutsches Schweizerdeutsch und \u00f6sterreichische Dialekte \u2013 weisen stark darauf hin, dass die Jenischen keinen indischen Ursprung haben. Kontakte und Mischehen hat es sicherlich gegeben und gibt es immer noch, vor allem mit Sinti in L\u00e4ndern wie der Schweiz. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Name Fahrende oder Traveller ist das Ergebnis eines westeurop\u00e4ischen Mythos, n\u00e4mlich dass alle Roma Nomaden waren und sind. Romanes-W\u00f6rter, die sich auf Reisen beziehen, sind nicht indischen Ursprungs, sondern erworbene W\u00f6rter, w\u00e4hrend diejenigen, die sich auf D\u00f6rfer und das Dorfleben beziehen, tats\u00e4chlich indisch sind. Dies weist darauf hin, dass die nomadische Lebensweise nicht die urspr\u00fcngliche f\u00fcr die Roma war.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>There is a great confusion between Roma and Travellers, in German &#8220;Fahrende&#8221; and in French &#8220;Gens du Voyage&#8221;. In a [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":26148,"parent":48,"menu_order":21,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"class_list":["post-54","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"fifu_image_url":"https:\/\/www.historytoday.com\/sites\/default\/files\/reviews\/romani.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/54","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/54\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17971,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/54\/revisions\/17971"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/48"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rroma.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}